Maskenpflicht in Beruf und Alltag

Früher waren Atemschutzmasken lediglich in verschiedenen Berufsfeldern notwendig. Je nach Anforderung und Risikopotenzial werden oft unterschiedliche Atemschutzmasken vorgeschrieben. Dabei geht es um unterschiedliche Sicherheitsanforderungen und einen dem Risikopotenzial angepassten Atemschutz.

Die bei der Arbeit getragenen Masken bieten Schutz vor winzigen Staubpartikeln, Gasen, Toxinen oder Brandgasen. Zu unterscheiden sind Einweg-Gesichtsmasken von Masken für eine mehrfache Nutzung. Die Palette heute erhältlicher Gesichtsmasken reicht bis zu schwerem Atemschutz, der eine Sauerstoffzufuhr beinhaltet.

Das Thema Schutzmaske wurde im Rahmen der Corona-Pandemie aber auch für die gesamte Bevölkerung wichtig. Hier sollten die getragenen Mund-Nase-Bedeckungen Viren abhalten oder deren Verteilung durch einen potenziell Infizierten verhindern. Das Problem, das sich ergab, war: Nicht alle Gesichtsmasken sind tauglich gegenüber Virusbelastungen.

Maskenpflicht in Beruf und Alltag

Eine Maskenpflicht besteht neben bestimmten Berufsbereichen derzeit auch in vielen Bereichen des Alltags. Es geht darum, möglichst viele ältere Menschen und Risikopatienten vor einer Ansteckung mit Corona-Viren zu schützen. Das ist am einfachsten dadurch zu bewerkstelligen, dass eine schützende Gesichtsmaske Mund und Nase vollständig bedeckt. Die einfachsten Gesichtsmasken sind Einmalmasken, wie sie in Krankenhäusern getragen werden.

Während der Corona-Pandemie nähten sich viele Menschen einfache Schutzmasken aus Stoff. Beide Maskenarten schützen den Träger eher wenig. Dafür sind aber seine Mitmenschen vor Viren geschützt. Der Vorteil der Mund-Nase-Bedeckung aus Stoff ist, dass diese waschbar und mehrfach verwendbar ist. Die Einmalmasken müssten eigentlich nach jeder Benutzung entsorgt werden. Viele Menschen nutzen solche einfachen Mund-Nase-Bedeckungen aber viele Male.

Um eine Atemschutzmaske mit höherem Sicherheitspotenzial zu erwerben, braucht es spezielle Masken. Eine gute Virenschutzmaske ist mindestens zu 95% Prozent virensicher. Man bezeichnet solche Masken als FFP2-Masken. Doch Vorsicht: Auch solche Gesichtsmasken können aus China stammen und minderwertig sein. Hundertprozentige Sicherheit bieten FFP2-Masken nicht.

Gesichtsmasken mit dem Standard FFP3

Der höchste Standard der Einmalmasken wird als FFP3 bezeichnet. Ein Mundschutz FFP3 sichert vor allem den Eigenschutz. Hat die so gekennzeichnete Gesichtsmaske ein Ausatemventil, könnte ein mit Corona-Viren Infizierter jedoch andere Menschen in seinem Umfeld anstecken. Durch die Ausatem-Öffnung entweichen möglicherweise ansteckende Viren, noch bevor der Infizierte selbst bemerkt, dass er infiziert ist. Daher wurde im Verlauf der Corona-Pandemie erkannt, dass eine Schutzmaske FFP3 andere Menschen nur dann schützt, wenn die Gesichtsmaske keinen Ausatemfilter hat.

Bei der Arbeit soll eine FFP3-Maske jedoch vor anderen Gefahren schützen. Die Träger müssen solche Gesichtsmasken oft mehrere Stunden tragen. Das Ausatemventil erleichtert nicht nur die Atmung. Es sorgt auch dafür, dass die FFP3-Maske nicht so schnell durchfeuchtet wird. Durchfeuchtete Masken bieten keinen ausreichenden Schutz mehr. Generell bieten FFP3-Schutzmasken einen Schutz von maximal 99,9 Prozent gegenüber feinen Partikeln mit einer Größe von 0,6 μm.

Solche Masken schützen vor feinen Stäuben und Partikeln, aber auch vor Viren wie dem Corona-Virus. Außerdem können sie gegen toxische, asbestbelastete, krebserregende oder radioaktive Partikel eingesetzt werden. Mit einem Mundschutz FFP3 hat der Träger ebenfalls einen Einmal-Mundschutz in der Hand. Die Masken müssen also nach dem Tragen – spätestens nach einem Tag oder nach einer Durchfeuchtung – entsorgt werden. Auch wenn dadurch ein Mehr an Abfällen entsteht, bietet eine Schutzmaske FFP3 nur bei sachgerechter Verwendung ausreichenden Schutz.